Spontanbericht #13

Ja, ich hab es geschafft! Die mündliche Prüfung ist geschafft, mein Vorbereitungsdienst ist geleistet und endlich stehen keine Prüfungsvorbereitungen mehr auf der Agenda. Ja, ich lerne gern, aber nach Monaten unter mir eigens aufgelegten Ansprüchen ist das nun wahrlich entspannend.

Nun kann ich mich endlich wieder meiner Leidenschaft des Schreibens widmen! Meine Gedanken vor der mündlichen Prüfung kreisten andauernd darum, dass ich dem Prüfungsausschuss meine Gedanken viel lieber schriftlich präsentieren würde. Aber gut, ich will mich gar nicht beschweren, ich hab das Ganze dann doch ordentlich geschaukelt.

Zum Abschluss und zur Feier unserer Noten haben wir ein asiatisches Restaurant besucht. Immerhin waren wir meiner Meinung nach der beste Kurs seit in Preußen das Berufsbeamtentum in der heutigen Form etabliert wurde, von dieser Einschätzung werde ich auch keinen Millimeter abrücken. 😀
Zum Ende des Buffets gehörte natürlich der obligatorische Glückskeks. Und ja, trotz meines Widerwillens, der in einem maschinell gefertigten Backerzeugnis versteckten Botschaft Glauben zu schenken, war ich doch enttäuscht über so viel Stumpfsinn. Auf meinem Zettel war „Wer tut, was er will, dem tut der Kopf nicht weh.“ zu lesen. Erstmal verlange ich bei einer derart simplen Botschaft einen Reim. Des Weiteren ist das viel zu kurz gedacht. Wenn ich meinen Kopf zehn Minuten lang gegen eine massive Straßenlaterne schlagen will und das dann auch mache, wird mein Kopf zwangsläufig schmerzen. Ok, wenn ich es hart genug mache, könnte ich in bewusstlos werden oder sterben, was die Schmerzen ausblenden würde, aber prinzipiell täte das durchaus weh.
Seht ihr, das war genauso einfallsreich wie der Spruch im Glückskeks. Findet auch keiner witzig.

An meinem ersten Arbeitstag als vollwertiger Sachbearbeiter wurde ich zugegebenermaßen von Anrufen überrannt. Und die Leute wollten mir nicht gratulieren oder einfach ein wenig plaudern, sie wollten tatsächlich dienstliche Fragen klären. Aber ja, es macht wirklich Spaß. :3
Bis auf eine Dame, die mir vorwarf, ich wäre immer (!!!) so schwer zu erreichen. An meinem ersten Arbeitstag in diesem Zuständigkeitsbereich. Die arme Frau hat wahrscheinlich zehn Jahre lang versucht, mich und niemand zu erreichen, da sie einen Rat meiner unübertroffenen Weisheit ersuchte, und ich verantwortungsloser Mensch war damit beschäftigt, mein Abitur zu erreichen, dann noch die Ausbildung zu absolvieren  und dann hab ich mich schließlich doch erbarmt, ihr zu helfen.
Hab ich natürlich nicht so gesagt, das wäre wahrscheinlich nicht gut angekommen. Aber sowas denke ich mir dabei oft und das hilft tatsächlich, die gute Stimmung aufrechtzuerhalten.

Das soll es erstmal gewesen sein, in den nächsten Wochen müsst ihr mich wieder regelmäßig ertragen. 😀

5 Kommentare zu „Spontanbericht #13

  1. 1. Glückwunsch. 🙂
    2. Das war ein kantianischer Glückskeks. Da kannst du nur wollen, was dir keine Kopfschmerzen bereitet. Alles andere willst du eigentlich nicht. 😉
    3. Glückwunsch.
    4. Das Szenario mit der Anruferin klingt plausibel. Ich fühle mich auch manchmal so.
    5. Da du ja jetzt Beamter bist, muss man dir alles drei Mal sagen, deshalb: Glückwunsch. 🙂

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