Spontanbericht #9

Ein vollkommen überflüssiger Dienstag geht dem Ende entgegen, Gepflaster von Misserfolgen schleppte ich mich Richtung Feierabend, um mich durch den Regen Richtung Heimat zu schlagen. Ok, ganz so schlimm war es nicht, aber etwas Dramatik schadet nie. Und regnen tut es tatsächlich. 😀

Ich trinke Mineralwasser im Büro. Diese Information strotzt nicht gerade vor Spektakel, aber irgendwie muss ich meinen Bericht ja beginnen. Jedenfalls hatte ich die grandiose Idee, den Geschmack dieses klaren Lebenselixiers (ja, ich meine immer noch das Wasser) etwas aufzubessern. Also hab ich ein Fläschchen dieses konzentrierten Zitronensaftes gekauft, in Erwartung, nun eine wahre Geschmacksexplosion zu erleben. Das Wort „konzentriert“ ließ mich dementsprechend vorsichtig damit umgehen, doch zunächst ließ sich kein Unterschied feststellen. Also gab ich etwas mehr hinzu, was immer noch nicht zum erhofften Ergebnis führte. Ich glaubte schon, meine Geschmacksknospen hätten angesichts der ziemlich unproduktiven und ereignislosen letzten Wochen ebenfalls gekündigt und so endete es darin, dass ich fast das halbe Fläschchen in meine Flasche Wasser entleerte. Zugegebenermaßen ist die Füllmenge des Zitronensaftes auch sehr sparsam bemessen. Und siehe da, ich spürte im Nachgeschmack eine leichte Zitronennote. Toll, wenn ich jedes Mal so viel von dem Zeug benutzen muss, kann ich auch gleich eine Zitronenplantage kaufen, das käme mir mit der Zeit wahrscheinlich günstiger. Also: Versuch gescheitert.

Eine Kollegin hatte Probleme mit ihrem mobilen Internet. Und weil ich dies selbst bei Androidgeräten teilweise hab, habe ich mich bereiterklärt, alles in meiner Macht stehende zu tun, um dieses Problem zu lösen. Ich habe es aus- und wieder eingeschaltet, vom Netz getrennt, das Netz wieder suchen gelassen, jede Einstellung durchwühlt, es funktionierte einfach nicht. Ich habe ja bereits an anderer Stelle erwähnt, wie sehr es mich aufregt, wenn Technik nicht das tut, was ich von ihr verlange. Schlussendlich stellte sich heraus, dass es ein Fehler im Mobilfunknetz der Telekom war, meine Bemühungen also von vorneherein vergebens waren. Das heilte immerhin meine Selbstzweifel etwas, sie wurden praktisch von einer unterschwelligen Wut auf die Telekom ersetzt.
Reparaturversuch: Gescheitert (wenn auch eh von Anfang an zum Scheitern verurteilt)

Ihr seht also, was ich meine. Dieser Tag hatte eine unglückliche Mischung aus Fehlschlägen und Misserfolgen. Wahrscheinlich habe ich jetzt den Zorn der Astrologen auf mich gezogen, weil ich mich immer über sie lustig mache. Mir egal, sollen sie von mir aus Pluto den Rest meines Lebens lang ungünstig stehen lassen.
Aber auch morgen geht die Sonne wieder auf, wenn sie nicht gerade von dunkelgrauen Regenwolken bedeckt wird und es erwartet mich hoffentlich ein Tag, der mir liegt. Und wenn nicht, ist immerhin bald Wochenende. Irgendwann.

Bis dann!

 

7 Kommentare zu „Spontanbericht #9

  1. So negativ würde ich das nicht sehen. Du weißt jetzt, dass der Zitronensaft pur getrunken werden muss und Dir wurde bestätigt, dass Du von Android Ahnung hast. Das sind immerhin zwei Dinge, die Du mir voraus hast.

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